© Museum Schloss Fürstenberg 2018

Aktuell seit 1954: das Chanel-Kostüm

Zum Markenzeichen des Hauses Chanel wurde das sprichwörtliche, zweiteilige Kostüm aus Jacke und Rock in einfachen, geraden Schnitten. Coco Chanel etablierte damit einen Kleidungstypus, der ausdrücklich auf die Bedürfnisse der emanzipierten, berufstätigen Frau Rücksicht nahm. Guter Sitz, Bewegungsfreiheit und der Verzicht auf einengende Korsetts und komplizierte Verschlüsse gingen mit einer dezenten Eleganz einer. Die Trägerin konnte das Kostüm durch die Kombination mit unterschiedlichen Blusen und Accessoires individuell variieren. Die Modedesignerin störte sich interessanterweise nicht an den vielen Kopien, die ihr Entwurf nach sich zog. Vielmehr begrüßte sie diese um der allgemeinen Verbreitung ihrer Erfindung willen. Karl Lagerfeld arbeitete weiter an und mit dem Grundentwurf, nachdem er 1983 Chefdesigner von Chanel geworden war. Er modernisierte die Passform behutsam und führte neue Stoffe und Details wie Fransenborten ein. Zudem führte er das Chanel-Kostüm in die Prét-â-Porter-Kollektionen ein.